Leben retten im Kampf gegen Tuberkulose

Von Harald Kubiczak

Das Albert-Schweitzer-Spital nimmt immer häufiger Patienten mit Tuberkulose auf. Sehr häufig sind auch Kinder von der oft tödlich verlaufenden Krankheit betroffen. Der Deutsche Hilfsverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, hier einen wichtigen Beitrag zu leisten und die erforderlichen Medikamente zu finanzieren.

Die Tuberkulose ist im Vormarsch und führt in der Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Liste der tödlichen Infektionskrankheiten an. Pro Jahr sterben weltweit etwa 1,8 Millionen Menschen an Tuberkulose. Besonders in Zentralafrika sind viele Menschen von diesem Schicksal betroffen.

Pro Monat kommen im Spital in Lambarene etwa zehn bis fünfzehn neue Fälle hinzu, die mit der richtigen Antibiotika-Therapie gut heilbar sind. Allerdings fürchten viele Gabunesen die Kosten der Behandlung und suchen oft viel zu spät einen Arzt auf. Das Albert-Schweitzer-Spital arbeitet an dieser Stelle ganz im Sinne seines Gründers, denn auch diejenigen, die nicht für die Behandlung zahlen können, haben hier die Chance auf Heilung. Natürlich gelingt dies nur durch Spendengelder. Denn die Behandlung im Spital dauert etwa zehn bis vierzehn Tage, danach wird die Therapie noch sechs Monate zuhause fortgesetzt. Pro Patient sind für die gesamte Behandlung 16 Euro für Medikamente erforderlich. 16 Euro spenden heißt also, einem zu Menschen helfen, von der Tuberkulose geheilt zu werden. Aber auch jeder andere Betrag hilft, denn der Deutsche Hilfsverein finanziert pro Jahr etwa 60 Prozent des Bedarfs an Medikamenten des Spitals für diese Therapien. Dabei werden die Medikamente direkt durch den Hilfsverein in Europa eingekauft und nach Lambarene ausgeliefert.